Sie sind hier

Tracking verhindern: Schutz vor Ausforschung Ihrer Internetaktivitäten

Tracking: Sie werden verfolgt, um Ihre Websitenaufrufe auszuforschen und Profile über Sie anzulegen

Datenkraken wie z.B. Google speichern nicht nur beinahe jede Eingabe und jeden Klick bei der bewussten Nutzung der Google-Dienste, sondern verfolgen und speichern möglichst jeden mit technischen Tricks ausgeforschten Seitenabruf auch außerhalb der eigenen Dienste.

Schützen Sie sich nicht gegen solches Tracking, erleichtern Sie das Anlegen und den potenziellen Missbrauch von sehr umfangreichen Profilen zu Ihrer Person, Arbeit und/oder Institution.

Große Datenkraken lieben kleine Kekse: Verräterische Cookies

Um Sie dauerhaft verfolgen und eindeutig identifizieren zu können, vergeben solche SchnüfflerInnen dazu u.a. eine Ihnen zugeordnete Nummer, die im Hintergrund in einem sogenannten Cookie auf Ihrem PC gespeichert und bei jedem der weiteren Abrufe wieder an die SchnüfflerInnen übertragen wird und diesen damit auch unabhängig von den unter Umständen wechselnden IP-Adressen oder Internetzugängen mitzuteilen, wer was abruft und damit, welches Profil weiter gepflegt werden soll.

So können über Jahre hinweg alle Suchen und Seitenabrufe diesen eindeutigen Nummern zugeordnet werden. Diese Nummern können wiederum - z.B. durch im Laufe der Zeit erfolgte Logins, anhand bestimmter IP-Adressen, den Spuren auf Ihrem PC oder bestimmter Suchen oder Verhaltensmuster - mit Ihrer Person in Verbindung gebracht werden.

Datenkraken abschütteln

Um sich also vor langfristigem Nachstellen zu schützen, sollten Sie

  • Cookies mindestens bei jedem Beenden Ihres Browsers löschen lassen und Cookies auch nur den Seiten erlauben, die Sie gerade aufgerufen haben
  • sich auch vor ähnlich funktionierenden Flash-Cookies schützen
  • in viele Seiten eigebetetten und bei der Ausführung Daten sammelnde JavaScripts von Trackingdiensten wie Google-Analytics blocken

Sie erreichen dies z.B. mit folgenden Einstellungen:

Cookies vom Firefox löschen lassen

Browser mit relativ einfach einzurichtenden Datenschutzfunktionen verfügen über entsprechende Einstellungsmöglichkeiten:

Öffnen Sie das Menü "Bearbeiten" und klicken Sie dort auf "Einstellungen".

Klicken Sie in dem sich nun öffnenden Fenster "Firefox Einstellungen" auf "Datenschutz".

Hier können Sie nun folgende Einstellungen vornehmen:

Deaktivieren Sie  die Option "Cookies von Drittanbietern akzeptieren"!

Stellen Sie bei der Option "Behalten, bis:" von "bis Sie nicht mehr gültig sind" (das kann Jahre dauern!) auf "bis Firefox geschlossen wird".

Auch Flash-Cookies und Super-Cookies löschen lassen!

Ausserdem sollten Sie unbedingt auch Flash-Cookies und Super-Cookies berücksichtigen! Dazu ist jedoch ein spezielles Plugin nötig:

Fügen Sie hierzu z.B. das Plugin "Better Privacy"
zu Firefox hinzu. Gehen Sie hierzu auf die auf dessen Website und klicken dort auf "zu Firefox hinzufügen".

Es öffnet sich das nachfolgende Fenster:


Klicken Sie dort auf "Jetzt Installieren". Das Plugin installiert sich jetzt automatisch.

Danach werden Sie aufgefordert Firefox neu zu starten:

Nach dem Neustart ist "Better Privacy" aktiv:

Ab sofort werden Sie beim Beenden von Firefox gefragt, ob die sogenannten LSO-Cookies gelöscht werden sollen. Bestätigen Sie dies. Aktivieren Sie in diesem Dialog zudem die automatische Löschung der Cookies, um nicht bei jedem Beenden deren Löschung manuell bestätigen zu müssen.

Siteübergreifende Dienste

Problematisch sind weiterhin siteübergreifende Dienste wie Google-Ads, Google-Analytics, Twitter- oder Facebook-Buttons (sogenannte Gefällt mir Buttons), da diese nicht vom Anbieter der Website sondern immer direkt von wenigen Unternehmen geladen werden, die damit über den Besuch der Seiten informiert werden.

Hier schafft z.B. Ghostery Abhilfe. Allerdings nur, wenn es explizit auf das Filtern solcher Aufrufe konfiguriert wird, denn in der Standardkonfiguration erfolgt nur eine Warnanzeige, aber keine Filterung.

Ein noch einfacher da nicht kompliziert zu konfigurierender Ersatz für Ghostery mit weniger Verflechtung mit der auszufilternden Werbeindustrie ist der neue PrivacyBadger von der Non-Profit-Organisation EFF.

Fingerabdruck des Browsers

Problematisch bliebe dann noch der leider relativ individuelle Fingerabdruck des Browsers, so dass für wirklich zuverlässige Nichtverfolgbarkeit tatsächlich anonym und mit Hilfe des diesen Fingerabdruck verfälschenden Torbrowsers gesurft werden muss.

Alternative Informationen zum Thema